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Montag, 23. Januar 2012

Aufruf zum Boykott

Anknüpfend an Emmas unten zu lesenden Aufruf zum bewussten Umgang mit Medien, möchte ich weitergehend kurz darauf hinweisen, wie sehr sich der Ordnungshüter "Bild-Zeitung" um das verfassungsmäßige Recht auf eine unangetastete Privatsphäre seiner Nichtleser schert.

Nämlich gar nicht.

Am 24.06. diesen Jahres feiert die "Bild" Geburtstag.
Und alle sollen mitfeiern.

Nein...

Alle müssen mitfeiern!
Zu diesem Zwecke legt die Bild am 23.06. d. J. eine kostenlose Sonderausgabe auf und verteilt sie, ebenfalls kostenlos, an alle 41 Millionen Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland. Dies wird derzeit den Anzeigekunden vollmundig angekündigt, wobei gehobener Wert auf die Tatsache gelegt wird, dass man nun endlich auch die "Werbeverweigerer" - also die Personen, die ihren Briefkasten nicht mit unerwünschten Inhalten füllen lassen wollen - erreichen wolle.
Schließlich ist die "Bild" ja überwiegend redaktionell geprägt, und kein Werbeflyer - sagt man.

Hier ist die offiziele Mitteilung an die Werbekunden im sogenannten "Mediapiloten" im Original zu sehen.

Ich möchte das nicht!

Wie hier unter dem Slogan "Bild soll nicht an mir verdienen" (eine ganzseitige Werbeanzeige bringt immerhin Einnahmen von 4 Millionen Euro) zu lesen ist, gibt es einen Weg, sich von der Zustellung ausnehmen zu lassen - und bei trotzdem erfolgter Zustellung entsprechend juristisch gegen die "Bild" vorzugehen.
Das verlinkte Musterschreiben des Anwaltes Andreas Schwartmann kann inhaltlich als Vorlage für ein entsprechendes, eigenes Anschreiben dienen.

Manchmal ist es unbequem, aus der Lethargie auszubrechen, sich auf die Hinterbeine zu stellen und anzufangen, sich - wenn auch erstmal im Kleinen - zu wehren. Und sei es (erstmal) nur gegen die unglaublich kaltschnäutzige Ignoranz eines Medienkonzerns, der von der weichgespülten "mir doch egal"-Haltung des Volkes wirtschaftlich profitieren will.

Aber es lohnt sich, Demokratie nicht nur zu sagen - sondern zu leben!

...mal so gesehen

© Dandy Highwayman 

Du willst Veränderung, dann fange bei dir an.



Wir laufen durch die Straßen und wundern uns, warum redet kaum ein Mensch in der Öffentlichkeit über die eigentlichen Problematiken in dieser Gesellschaft. Auch ich halte mich immer etwas bedeckt oder rede in Rätseln, da ich weiß wer sich damit beschäftigt, versteht mich auch so und geht darauf ein. Dennoch empfinde ich es als traurig, das diverse Themen aus der Angst heraus nicht von Mensch zu Mensch besprochen werden, außer sie sind gerade die Titelschlagzeile einer großen deutschen Tageszeitung, welche versucht alles als eine Schlagzeile und als Untergang des Menschen zu verkaufen, nur damit sie Marktführer bleiben und die Zahlen stimmen. Um mehr geht es nicht. Es geht nicht um den Menschen und die Geschichte dahinter. Sie werben damit „Bild dir eine Meinung“.
Natürlich, dem stimme ich voll  und ganz zu, solange ich auch andere Seiten durchleuchten und durchblicken darf und sie nicht abhängig gemacht werden soll.

Wir leben in einer Zeit des Fortschritts, auch wenn ich ihn als Fluch und Segen zugleich empfinde. Dennoch wird ganz deutlich, dass wir bei all den medialen Möglichkeiten die sich uns bieten, sich eines ganz deutlich herauskristallisiert. Das Internet stellt sich offener und kommunikativer da. Und oft stellt man sich die Frage, warum reden die Leute hier offener als sie es außerhalb des virtuellen Daseins tun? Obwohl, tun sie es wirklich oder sind sie einfach nur Mitläufer eines Systems, in welches wir alle hingedrängt und weiter konditioniert werden sollen.
Jeder Artikel der einschlägigen Presse wird weiter geleitet und auch einige andere Seiten werden angepriesen, weil wieder ein Prominenter oder ein Politiker durch den Dreck gezogen wird. Die Pinnwände bei Facebook sind übervoll und alle scheinen interessiert, aber kaum ein Mensch tut seine eigene Meinung kund. Sollte dies doch einmal so sein, dann wird sich in einem kurzen Tweet einfach nur verbal ausgekotzt. Am Ende spiegelt dies aber nur das Bild wieder, welches die großen Medien haben wollen. Alles was in großen Tagesblättern, in den großen Medien gestreut wird, wird geglaubt. Vor allem, weil es sich auf jeder Seite wiederholt oder in eine noch schlimmere Demütigung, auf die betreffenden Personen hinausläuft.
Nur die wenigsten, schreiben selber ihre Gedanken und Meinungen dazu auf, veröffentlichen dies, und am Ende muss ich feststellen, das es auch genau diese wenigen Menschen sind, die nicht die Schutzwand Internet benötigen, um dies offen auszusprechen. Sie tun es auch außerhalb. Sie stehen ihren Mann oder ihre Frau und sagen offen was sie denken. Davor ziehe ich meinen Hut, denn das sind die Menschen, die etwas bewegen können. Sie haben sich ihre Meinung gebildet und tun diese kund, egal ob auf der Straße, im Internet oder im Fernsehen. Es gibt sie also wirklich noch und ich hoffe, es finden sich im laufe der Zeit immer mehr, die ihre Angst vor und in dieser Gesellschaft fallen lassen und sagen was sie denken. Umso mehr, schaut euch vorher alle Seiten an, damit das Bild welches dann entsteht nicht weiterhin so einseitig ist.

Wobei ich auch verstehen kann, dass viele Menschen Angst haben, da selbst das Internet ein fester Bestandteil ihres Lebens geworden ist. Facebook und Twitter sind ihre Wohnzimmer und nur darin können sie kommunizieren. Traurig, wenn man bedenkt wie weit man sich in diese Kontrollen und Abhängigkeiten begibt, denn das wahre Leben findet nicht darin statt. Die wirklich bewegenden Begegnungen finden nur persönlich im Angesicht eines Gegenübers statt.
Dessen sind sich, in dieser ganzen Problematik, einige Bewusst und sagen was sie denken, weil sie wissen, es ist ein kommunikativer Zeitvertreib und da wir eigentlich in einer demokratischen Republik leben und im Grundgesetz so gar die Freiheit auf Meinungsäußerung gestattet ist, tun sie all diese eben Kund. Sie haben nichts zu verlieren. Oder doch?
So ist es in meinen Augen nur sehr schwer zu ertragen, wie mit politischen Fragen, die eigentlich keine sind, umgegangen wird. Genau diese die über Wochen, bald Monate durch den Dreck gezogen werden und in den Diskussionen und Debatten die ich nur für eine Schlammschlacht halte, es kaum noch den Überblick zu behalten und den Ursprung zu erkennen. Ebenso wie es bei dieser Sintflut sehr schwer ist neutral sich eine eigene Meinung zu bilden. Hape Kerkeling hat seiner Unerträglichkeit Luft gemacht und hat mit seiner Meinung Stellung bezogen.

Hier ein kleiner Auszug:


Den ganzen Post kann man auch hier noch einmal nachlesen, da er öffentlich ist und auch als Nicht Mitglied dieses Sozialen Netzwerkes (Noch) einsehbar.

Das ganze spielte sich auf seinem privaten Profil ab und natürlich waren die Reaktionen darauf sehr groß. Viele fragten sich auch, sind diese Worte wirklich von diesem H.K. oder befindet sich dahinter ein Fake. Das einzigste, was man nun bei Facebook nicht mehr findet ist die Privatperson H.K.. Doch seit Freitag weiß ganz Deutschland, zumindest wissen alle die am Freitag Abend Fernsehen geschaut haben, was wirklich geschehen ist.
Das all diese Worte von ihm waren und der Gipfel der Meinungsfreiheit in diesem Land soweit ist, das man nicht nur diesen Beitrag zensiert hat, sondern ganz und gar sein Profil gesperrt hat.
Falls jemand diese Sendung und diesen Beitrag noch nicht gesehen, hat hier kann man es nachsehen.


Ganz ehrlich das lässt mich aufhorchen und hinterfragen und das solltet ihr auch. Ihr solltet jetzt nicht Angst bekommen und Euch zurückhalten, wenn ihr eine wahrhaftige Meinung habt.
Macht Euch ein großes Bild über die Dinge, wie zum Beispiel wer wirklich Macht hat und wer nur eine Marionette ist und sein Haupt dem Henker hinhalten muss.
Nicht nur das was wir in der Überflut lesen entspricht dem, was wirklich ist. Denn das ist ein wunderbares Beispiel davon, was wirklich ist und was nicht.
Schaut genau hin, beobachtet und springt nicht immer auf jeden Zug auf der initiiert wird. Beobachtet das ganze System mal ganz genau und ihr werdet dann eigentlich wissen was zu tun ist.
Jeder kann etwas verändern, er muss nur bei sich selber anfangen.
Ihr wollt Veränderungen, dann fangt einfach bei Euch und dem Umgang mit allen Medien an.

© by Emma Wolff (23.1.2012)

Samstag, 12. November 2011

The hardest Part...

Irgendwie will ja jeder was unternehmen, in letzter Zeit, um die Dinge zu ändern.

Nur was?

Wie so oft, gibt es dazu Ideen hier bei den Freizeitrevoluzzern.
Radikale Ideen, aber immerhin. Bequemere fallen mir leider nicht ein.

Was also kann man tun, um den modernen Sklavenhaltern in Politik und Wirtschaft ein Schnäppchen zu schlagen?

Schauen wir mal...

Du hast ein Girokonto bei einer Bank?
Prima.
Räum es leer!
Banken legen Dein Geld nicht in den Keller und bewahren es dort warm und dunkel auf - mit der Kohle wird gearbeitet. Dein Geld wird investiert, um den Gewinn der Bank zu mehren.
Somit wandert dein sauer verdientes in risikobehaftete Geschäfte mit Unternehmen und Staaten, in Waffengeschäfte und Kriegsfinanzierungen, in Immobilien- und Grundstückkäufe, und weiß der Teufel, was Banken sonst noch so treiben.
Räum dein Konto leer. Sobald deine monatlichen Zahlungen getätigt sind, hol all Dein Geld - den Rest der noch verblieben ist - zu dir nach Hause. Zinsen gibt es auf dem Girokonto eh nicht.

Du benutzt Payback Karten und andere Bonussysteme, zahlst mit deiner EC Karte und beantragst für 10% Rabatt beim Einkauf freimütig in jedem Eckladen eine Kundenkarte?
Lass es!
Zahle bar, wo es geht und verzichte auf Payback Punkte. Einen Rabatt bekommst Du auch ohne Karte. Du musst nur fragen.
Es ist natürlich Deine Sache, wenn du gerne ungefragt Werbepost bekommst oder Deinen Emaileingang bevorzugt mit Spam vollmüllen lässt - auf der anderen Seite jedoch unterstützt Du durch die Verwendung elektronischer Zahl- und Rabatt-, oder Bonussysteme einen gewaltigen Überwachungsapparat, mittels dessen jetzt schon die Möglichkeit besteht, Dich nicht nur auf Schritt und Tritt zu beobachten, sondern auch Dein Konsumverhalten, Deine Zahlungsmoral, Deine bevorzugten Einkaufsorte - und was Du dort kaufst - und zudem noch Deine jeweiligen Aufenthaltsorte und die Zeit Deines Aufenthaltes genauestens nachzuvollziehen.
Und das in Zeiten, wo Polizisten ihre Namensschilder überkleben und Politiker ihre Nebeneinkommen nicht öffentlich machen wollen.

Du nutzt einen Internetzugang, der auf Deinen Namen läuft?
Verwische Deine Spuren!
Vielleicht ahnst Du nicht, was Du alles beim Besuch einer Webseite hinterlässt.
Es reicht, um Dich im Zweifel bis an Deine Haustür zu verfolgen. Du bist nicht anonym im Netz, und jeder, der Dir das weismachen will, ist ein Lügner. Natürlich hast Du nichts zu verbergen, als anständiger Bürger. Aber das heißt ja noch nicht, dass Du deswegen bei allem, was Du tust, Zuschauer zulässt.
Dann kannst Du Dich auch nackt ans Fenster stellen...
Nutze einen Proxy. Damit läuft die Verfolgung Deiner Identität im Netz ins Leere.
Wenn Du nicht weißt, wie - frag.
Im Zweifel mich.

Du arbeitest für eine Behörde, oder fürs Militär?
Kündige!
Räum Deine Scheißegalhaltung beiseite und werde Dir bewusst, was Du tust, wenn Du das System durch Deine Arbeitskraft unterstützt. Da Du ja selber weißt, was bei deinem Arbeitgeber so abgeht, hast Du die besten Gründe für eine Kündigung in der Hand.
Bist Du Soldat, verweigere den Wehrdienst.
Das geht, auch wenn Du schon eine Weile dabei bist. Argumentiere damit, dass Du es nicht mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst, als Diener fremder Herren (als Soldat kämpfst du nicht für Dein Volk - das will nämlich keinen Krieg - sondern für Rüstungsunternehmen, Ölkonzerne und Geheimdienste) in nicht erklärte - und somit gegen jegliches Völkerrecht verstoßende - Kriege zu ziehen.
Als nächstes ist übrigens der Iran dran.
Wenn Du da in der Wüste liegst und krepierst, frag dich mal, woher ich das jetzt schon wusste - und ob da nicht doch was dran war, was ich hier schrieb.

Du sitzt in deiner Freizeit oft vor der Glotze und lässt Dich gezwungener Maßen vom dort vorherrschendem Programm verdummen?
Schalt den Fernseher aus!
Verbringe Deine Zeit mit Sport, Deiner Familie und Freunden, oder beteilige Dich an sozialen Projekten auf freiwilliger Basis.
Wer da so gar keine Vorstellung hat, was man machen könnte ist herzlich willkommen in der Freiwilligenagentur seiner Heimatstadt.

In diesem Sinne kannst Du dann auch gleich den Computer ausschalten und ein bisschen an die frische Luft gehen. Oder sonstwo hin. Mich geht das ja nichts an...

Mal so gesehen...
©  Michael Pils


Ein Hinweis für die Besucher, die sich über den Rechner des Bundesamtes für Internetsicherheit regelmäßig hier aufschalten:

Dieser Beitrag ist im Sinne der geplanten Änderung des Begleittextes zum Gesetz zur Bekämpfung von Terrorismus (TBEG), in der zukünftig auch friedliche Protestformen als Aufstachelung erfasst und somit in die Verbindung zum Terrorismus gerückt wird, als Aufstachelung im Sinne des erwähnten Gesetzestextes zu verstehen und bringt den Autor somit in Verbindung zum Terrorismus, bzw. der Unterstützung dessen.

Freitag, 28. Januar 2011

Vom Terror mit dem Terror

Am Bahnhof beobachte ich schon seit einer Weile die beiden Bundespolizisten, welche aufgrund der aktuellen Warnung vor Terroranschlägen ungewohnt martialisch mit schusssicherer Weste und umgeschnallter Maschinenpistole patroullieren.

Als ich vor allem den Linken von beiden näher betrachte, frage ich mich allen Ernstes, ob ihm jemand gesagt hat, was das für ein Ding ist, welches er sich vor den stattlichen Bauch, die Mündung nach oben gerichtet, gebunden hat.
Um schnell auf einen Angriff, der nicht von direkt über ihm erfolgt, reagieren zu können, müsste er sich schon auf den Rücken fallen lassen und den massigen Körper in Richtung des Zieles drehen. Wobei die Wahrscheinlichkeit, dass sein Gegner sich bei einer solchen Aktion zu Tode lacht, wesentlich größer ist, als das selbiger durch einen Treffer aus der MPi auch nur einen Kratzer erleidet.

Mit grimmigen Blicken in die Menge, Holzauge sei wachsam, gehen die beiden an mir vorbei - und ich bin mir nicht sicher, was mich gerade mehr terrorisiert:
Die Vorstellung, dass irgendein vollbärtiger, fanatischer Irrer in diesem Augenblick eine Bombe im nächsten Mülleimer deponiert - oder dass die beiden Helden von eben die einzigen sind, die das verhindern sollen.

Tja, so ist das mit dem Terror.
Man weiß nie so genau, woher er droht...


© Michael Pils