Wir laufen durch die Straßen und
wundern uns, warum redet kaum ein Mensch in der Öffentlichkeit über die
eigentlichen Problematiken in dieser Gesellschaft. Auch ich halte mich immer
etwas bedeckt oder rede in Rätseln, da ich weiß wer sich damit beschäftigt,
versteht mich auch so und geht darauf ein. Dennoch empfinde ich es als traurig,
das diverse Themen aus der Angst heraus nicht von Mensch zu Mensch besprochen
werden, außer sie sind gerade die Titelschlagzeile einer großen deutschen
Tageszeitung, welche versucht alles als eine Schlagzeile und als Untergang des
Menschen zu verkaufen, nur damit sie Marktführer bleiben und die Zahlen
stimmen. Um mehr geht es nicht. Es geht nicht um den Menschen und die
Geschichte dahinter. Sie werben damit „Bild dir eine Meinung“.
Natürlich, dem stimme ich voll und ganz zu, solange ich auch andere Seiten
durchleuchten und durchblicken darf und sie nicht abhängig gemacht werden soll.
Wir leben in einer Zeit des
Fortschritts, auch wenn ich ihn als Fluch und Segen zugleich empfinde. Dennoch
wird ganz deutlich, dass wir bei all den medialen Möglichkeiten die sich uns
bieten, sich eines ganz deutlich herauskristallisiert. Das Internet stellt sich
offener und kommunikativer da. Und oft stellt man sich die Frage, warum reden
die Leute hier offener als sie es außerhalb des virtuellen Daseins tun? Obwohl,
tun sie es wirklich oder sind sie einfach nur Mitläufer eines Systems, in
welches wir alle hingedrängt und weiter konditioniert werden sollen.
Jeder Artikel der einschlägigen
Presse wird weiter geleitet und auch einige andere Seiten werden angepriesen,
weil wieder ein Prominenter oder ein Politiker durch den Dreck gezogen wird. Die
Pinnwände bei Facebook sind übervoll und alle scheinen interessiert, aber kaum
ein Mensch tut seine eigene Meinung kund. Sollte dies doch einmal so sein, dann
wird sich in einem kurzen Tweet einfach nur verbal ausgekotzt. Am Ende spiegelt
dies aber nur das Bild wieder, welches die großen Medien haben wollen. Alles was
in großen Tagesblättern, in den großen Medien gestreut wird, wird geglaubt. Vor
allem, weil es sich auf jeder Seite wiederholt oder in eine noch schlimmere
Demütigung, auf die betreffenden Personen hinausläuft.
Nur die wenigsten, schreiben selber
ihre Gedanken und Meinungen dazu auf, veröffentlichen dies, und am Ende muss
ich feststellen, das es auch genau diese wenigen Menschen sind, die nicht die
Schutzwand Internet benötigen, um dies offen auszusprechen. Sie tun es auch
außerhalb. Sie stehen ihren Mann oder ihre Frau und sagen offen was sie denken.
Davor ziehe ich meinen Hut, denn das sind die Menschen, die etwas bewegen
können. Sie haben sich ihre Meinung gebildet und tun diese kund, egal ob auf
der Straße, im Internet oder im Fernsehen. Es gibt sie also wirklich noch und
ich hoffe, es finden sich im laufe der Zeit immer mehr, die ihre Angst vor und
in dieser Gesellschaft fallen lassen und sagen was sie denken. Umso mehr,
schaut euch vorher alle Seiten an, damit das Bild welches dann entsteht nicht
weiterhin so einseitig ist.
Wobei ich auch verstehen kann, dass
viele Menschen Angst haben, da selbst das Internet ein fester Bestandteil ihres
Lebens geworden ist. Facebook und Twitter sind ihre Wohnzimmer und nur darin
können sie kommunizieren. Traurig, wenn man bedenkt wie weit man sich in diese
Kontrollen und Abhängigkeiten begibt, denn das wahre Leben findet nicht darin
statt. Die wirklich bewegenden Begegnungen finden nur persönlich im Angesicht
eines Gegenübers statt.
Dessen sind sich, in dieser ganzen
Problematik, einige Bewusst und sagen was sie denken, weil sie wissen, es ist
ein kommunikativer Zeitvertreib und da wir eigentlich in einer demokratischen
Republik leben und im Grundgesetz so gar die Freiheit auf Meinungsäußerung
gestattet ist, tun sie all diese eben Kund. Sie haben nichts zu verlieren. Oder
doch?
So ist es in meinen Augen nur sehr
schwer zu ertragen, wie mit politischen Fragen, die eigentlich keine sind, umgegangen
wird. Genau diese die über Wochen, bald Monate durch den Dreck gezogen werden
und in den Diskussionen und Debatten die ich nur für eine Schlammschlacht halte,
es kaum noch den Überblick zu behalten und den Ursprung zu erkennen. Ebenso wie
es bei dieser Sintflut sehr schwer ist neutral sich eine eigene Meinung zu
bilden. Hape Kerkeling hat seiner Unerträglichkeit Luft gemacht und hat mit
seiner Meinung Stellung bezogen.
Hier ein kleiner Auszug:
Hier ein kleiner Auszug:
Den ganzen Post kann man auch hier
noch einmal nachlesen, da er öffentlich ist und auch als Nicht Mitglied dieses
Sozialen Netzwerkes (Noch) einsehbar.
Das ganze spielte sich auf seinem
privaten Profil ab und natürlich waren die Reaktionen darauf sehr groß. Viele
fragten sich auch, sind diese Worte wirklich von diesem H.K. oder befindet sich
dahinter ein Fake. Das einzigste, was man nun bei Facebook nicht mehr findet
ist die Privatperson H.K.. Doch seit Freitag weiß ganz Deutschland, zumindest
wissen alle die am Freitag Abend Fernsehen geschaut haben, was wirklich
geschehen ist.
Das all diese Worte von ihm waren
und der Gipfel der Meinungsfreiheit in diesem Land soweit ist, das man nicht
nur diesen Beitrag zensiert hat, sondern ganz und gar sein Profil gesperrt hat.
Falls jemand diese Sendung und
diesen Beitrag noch nicht gesehen, hat hier kann man es nachsehen.
Ganz ehrlich das lässt mich
aufhorchen und hinterfragen und das solltet ihr auch. Ihr solltet jetzt nicht
Angst bekommen und Euch zurückhalten, wenn ihr eine wahrhaftige Meinung habt.
Macht Euch ein großes Bild über die
Dinge, wie zum Beispiel wer wirklich Macht hat und wer nur eine Marionette ist
und sein Haupt dem Henker hinhalten muss.
Nicht nur das was wir in der Überflut
lesen entspricht dem, was wirklich ist. Denn das ist ein wunderbares Beispiel
davon, was wirklich ist und was nicht.
Schaut genau hin, beobachtet und
springt nicht immer auf jeden Zug auf der initiiert wird. Beobachtet das ganze
System mal ganz genau und ihr werdet dann eigentlich wissen was zu tun ist.
Jeder kann etwas verändern, er muss
nur bei sich selber anfangen.
Ihr wollt Veränderungen, dann fangt
einfach bei Euch und dem Umgang mit allen Medien an.
© by Emma Wolff (23.1.2012)



